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Niemand hat die Beziehung von Architektur und Fotografie so feinsinnig beschrieben wie der große deutsche Architekturfotograf Heinrich Heidersberger, dessem Werk meine ungeteilte Bewunderung gilt: “In beiden Disziplinen sind die Erkenntnisse von Farbe, Fläche, Formen verwirklicht (der Sinneseindruck geht von uns selbst aus und nicht vom Objekt, das wir sehen). Auf jeden Fall wird aus der Wechselwirkung und einer gewissen optischen Affinität, dem Prinzip der Ordnung und klaren Tranzparenz, der Möglichkeit, mit Gleichgewicht Ruhe und mit Spannung Erregung hervorzurufen, der Rhythmik der Wiederholung, durch die Nuancierung von Texturen und Strukturen für den Architekten und den Lichtbildner ein gemeinsames Vokabular entstehen, das die Verständigung und Zusammen-fassung wesentlich erleichtert.“
Die Architekturfotografie ist nach wie vor eine Domäne der Großformatkamera. Sie erlaubt unübertroffen detailreiche und fein nuancierte Abbildungen ohne die sogenannten »stürzenden Linien«. Auch wenn moderne Bildbearbeitungsprogramme diese perspektivischen Verzerrungen mittlerweile im nachhinein korrigieren können, lasse ich es mir nicht nehmen, so oft wie ökonomisch sinnvoll mit meiner Sinar-Großformatkamera im Format 4x5 Inch »ins Feld« zu ziehen. Es ist vor allem die Arbeit mit diesem Kameratypus, die an die Ursprünge der »Lichtbildnerei« als Handwerk erinnert. |
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